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Georg Ringsgwandl: Der verreckte Hof. Stubenoper


Mutter Weichsenrieder wird wunderlich, oder vielleicht tut sie nur so. Aber eine Pflegerin muss her, denn ihre Kinder, die allzeit überforderte Halbtagshandarbeitslehrerin Gerlinde und der Wichtigtuer und Manager Rupert, können die Alte nicht betreuen. So kommt Swetlana aus Moldawien auf den Hof, der schon seit Jahren stetig verfällt. Georg Ringsgwandls Stubenoper Der varreckte Hof (bayerische Fassung; hochdeutsche Fassung: Der verreckte Hof) spielt auf einem Bauernhof und verhandelt die große Welt. Mit komischen Dialogen, großartigen Charakterfiguren und scharfer Zeitkritik entwirft Ringsgwandl eine dörfliche Szenerie, die von den Ausschlägen der Globalisierung nicht verschont wird.
„Auf hinterlistige und poetische Art und Weise entlarvt Ringsgwandl die vermeintliche Arbeitswut unserer ,Computergesellschaft‘ als reinen Selbstzweck und stellt mit der Figur der kauzigen alten Bäuerin die brisante Gegenfrage: Was lohnt sich denn wirklich und vor allem für wen?“ (BR)


Inszenieren werde ich dieses schöne, böse und wahre Stück am Theater Lindenhof – wenn man so will als “schwäbische Erstaufführung”. Da freu ich mich drauf, Ringsgwandl war ja einer meiner Helden in einem anderen Jahrtausend. Jaja, “Du kannst nix mitnehme” und “Wuide unterwegs”. Das waren Zeiten!


www.theater-lindenhof.de

www.ringsgwandl.com

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Schöner Nachtrag zur Tochter des Salzsieders


Sehr lustiges Video des Ensembles zum Abschluss der letzten Salzsiederin-Aufführung: Saltsider-Bitch !!!

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SCHWÄBISCH HALL
Zum Abschied ein Stück Treppe – Biermeier zieht letztmals Bilanz



Regen oder Sonne, das ist erstmal egal: Biermeier hat seine Wettervorhersagen vom Handy gelöscht. Nach einer erfolgreichen Saison fährt er zufrieden in den Urlaub.

„Ich gehe mit einem sehr guten Gefühl. Die letzte Woche war sehr emotional. Es sind in den vergangenen 13 Jahren viele Künstlerfreundschaften entstanden. Da kam schon Wehmut auf“, sagt der 52-Jährige am gestrigen Montag bei seiner letzten Pressekonferenz im Rathaus zur abgelaufenen Spielsaison 2016, in der er mit 74.317 Zuschauern sein zweitbestes Ergebnis in seiner Ära erzielt hat. Besonders stolz ist er dabei auf die Rockoper Jesus Christ Superstar auf der Treppe. Mit dem Publikumsrenner wurde die Qualität von Musiktheater mittels ausgetüftelter Akustik und hervorragenden Stars in neue Höhen geschraubt, betont Biermeier.

Seinen ganz persönlichen Abschiedsmoment hatte er nicht am vergangenen Freitag bei der letzten Vorstellung von „The Stairways to Heaven“, sondern bereits davor, am Donnerstagabend, sei ihm so bewusst wie nicht zuvor geworden: Das war’s, es ist vorbei. Er habe die letzte Saison noch einmal genossen, vor allem die große Wertschätzung, die er nochmal bekommen habe. Bei seiner 13-Jahr-Bilanz hebt er Eigenproduktionen, die Erweiterung darstellerischer Grenzen und gelungene Klassiker hervor. Eine handfeste Erinnerung bekommt Biermeier von Hermann-Josef Pelgrim überreicht. „Es ist der letzte, jahrhundertealte Treppenstein samt Freilichtspielsymbol, den wir noch haben, und ein Dankeschön für die große Kraft, mit der Sie sich nachhaltig eingebracht haben“, sagt der Oberbürgermeister und erste Vorsitzende der Freilichtspiele zum scheidenden Intendanten. „Das wird der Grundstock für eine neue Treppe“, nimmt es Biermeier auch mit Humor. Pelgrim würdigt nicht nur die abgelaufene Saison, sondern auch die „Ära Biermeier“. In seiner Zeit hätte sich die zweite Spielstätte ergänzend neben der Treppe vollends nachhaltig und dauerhaft etabliert. Das bleibe mit dem Namen Biermeier in der Tradition der Freilichtspiele verbunden. Zudem habe Biermeier in einem hohen Maße auf Eigenproduktionen gesetzt, die auch vom Publikum angenommen worden seien. Beispiel: In der Statistik 2015 des Deutschen Bühnenvereins taucht die Eigenproduktion „The Stairways to Heaven“ als zweiterfolgreichste Revue im Vergleich aller deutschen Bühnen auf.

In 13 Jahren: 850.000 Zuschauer bringen 20 Millionen Euro

Biermeier stehe für rasante Modernisierung, Öffnung und künstlerischen Aufschwung. Er habe die ästhetischen Grenzen des Theaters im Freien erweitert, mit verschiedenen anderen Theatern kooperiert. Der Spagat zwischen hoher Qualität und Zuschauererfolg sei ihm nachhaltig gelungen. In den 13 Jahren wurden mit rund 850.000 Zuschauern 20 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet.

Unter der Intendanz von Christoph Biermeier wurde das Programm ganzjährig ausgeweitet, ein Jugendtheaterfestival gegründet, Theaterpädagogik aufgebaut und so seien die Freilichspiele der Programmatik eines Stadttheaters angenähert worden. Dazu fällt die Entscheidung für einen Theaterneubau in die Zeit Biermeiers.

Und was kommt jetzt, was macht Biermeier nun beruflich weiter? Er wendet sich als Regisseur anderen Projekten zu, mehr gibt er noch nicht bekannt, denn die Entscheidung sei darüber hinaus noch nicht gefallen. Es lägen für 2018 mehrere Angebote vor. „Da gibt es im Urlaub mit der Familie viel zu besprechen“, macht der Familienvater deutlich, dass es eine gemeinsame Entscheidung werden soll, wie und wo es dann beruflich genau weitergeht.


Marcus Haas, Haller Tagblatt, 29.8.2016

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Hervorragende Saisonbanz – Und zwei Abschiede!


Mit einer nahezu ausverkauften Vorstellung und Jubelstürmen für das Ensemble von »The Stairways to Heaven« ging am Freitag, den 26. August 2015, die 91. Saison der Freilichtspiele Schwäbisch Hall zu Ende. Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim und Intendant Christoph Biermeier beurteilen diese Spielzeit als eine der erfolgreichsten der letzten Jahre. Gleichzeitig war es die letzte Saison der Ära Christoph Biermeier, der nach 13 Jahren Intendanz die Freilichtspiele Schwäbisch Hall verlassen wird.Vor seiner letzten Saison hatte Intendant Biermeier angekündigt, nicht einen Schlusspunkt, sondern ein Ausrufezeichen setzen zu wollen. Dies ist eindrucksvoll gelungen!


Mit 74.317 Zuschauerinnen und Zuschauern in 158 Vorstellungen erzielten die Freilichtspiele das zweitbeste Ergebnis in seiner 13-jährigen Ära. Gemessen an den Erlösen durch Kartenverkäufe war es das zweitbeste Ergebnis in der 91-jährigen Geschichte der Festspiele überhaupt. Auf das Sommerprogramm entfielen 72.489 ZuschauerInnen. Zum Winterprogramm der Freilichtspiele »Theater für ZeitgenossInnen« kamen 1.828 Menschen.


Angesichts der Tatsache, dass in der zweiten Spielstätte der Freilichtspiele Schwäbisch Hall das Haller Globe Theater baurechtlich bedingt nur eine beschränkte Zuschauerzahl zur Verfügung stand, ein fulminantes Ergebnis. Das Saisonziel von etwa 65.000 Zuschauerinnen wurde damit deutlich übertroffen.


Die Ergebnisse der 91. Saison im Einzelnen:
Der Publikumsrenner auf der Großen Treppe war »Jesus Christ Superstar« in der Inszenierung von Intendant Christoph Biermeier. Diese mit vielen Musicalstars besetzte Rockoper wollten 21.804 Zuschauerinnen und Zuschauer sehen.
Den größten Zuschauerzuspruch im Haller Globe Theater erfuhr Eric-Emanuel Schmitts berührendes Stück »Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran« (Regie: Christoph Biermeier) mit 5.738 Besucherinnen.
Das Familienstück »Pippi Langstrumpf« von Astrid Lindgren (Regie: Christian Sunkel) wollten 6.824 kleine und große Menschen sehen.


Friedrich Schillers »Die Räuber« in der beeindruckenden Regie von Thomas Goritzki besuchten 10.073 Menschen. Ulrike Schweikerts historischer Krimi »Die Tochter des Salzsieders« (Regie: Christoph Biermeier) erreichte auch in der Wiederaufnahme die stattliche Zahl von 8.384 Zuschauerinnen und Zuschauer. Die zweite Wiederaufnahme der Saison, die musikalische Revue »The Stairways to Heaven« (Regie: Coy Middlebrook) fand 8.322 begeisterte BesucherInnen. Allerdings musste eine nahezu ausverkaufte Vorstellung wegen schlechtem Wetter ausfallen.


Insgesamt kamen zu den 50 Vorstellungen auf der Großen Treppe vor St. Michael 48.583 Menschen.


Auch die zweite Spielstätte der Freilichtspiele – das Haller Globe Theater – erwies sich erneut als Publikumsmagnet. Die baurechtlich notwendige Sperrung eines Teils des Zuschauerraums, ein Drittel der Sitzplätze blieb gesperrt, wirkte sich negativ auf das Besucherergebnis aus. Hier wären in dieser Saison deutlich mehr Karten abzusetzen gewesen.


Neben Eric-Emmanuel Schmitts »Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran« wurde die Bühnenfassung von Wolfgang Herrndorfs Jugendroman »Tschick« (Regie: Silvia Armbruster) in einer Wiederaufnahme gespielt. 3.299 Jugendliche und Erwachsene wollten das Stück sehen. Die Kooperation mit der Bremer Shakespeare Company »Viel Lärm um Nichts« (Regie: Lee Beagley) fand eine stattliche Zuschauerzahl: 5.183.


Insgesamt kamen zu den 60 Aufführungen im Haller Globe Theater 21.399 Zuschauerinnen und Zuschauer. Auch in diesem Jahr war das wieder ein Zuwachs der Zuschauerzahlen im Haller Globe Theater. Es war die letzte Spielzeit im Haller Globe Theater. Das Theater wird durch einen Neubau ersetzt, der 2018 eröffnet werden soll.


Alle 15 Vorstellungen des Theaterspaziergangs »Heimat ist kein Ort, sondern ein Spaziergang« im Freilandmuseum Wackershofen und in Vellberg waren – wie immer – ausverkauft: 1.612 Menschen sahen diese Kultveranstaltung.


Die gesamte Programmreihe »Freilichtspiele Extra!« sahen 2.567 Menschen.


Das Winterprogramm »Theater für ZeitgenossInnen« in der Haalhalle fand mit 1.828 Menschen auch im Jahr 2016 ein treues Publikum.


Mit einer deutlichen Mehrheit von 22 zu 10 Stimmen, hat der Gemeinderat der Stadt Schwäbisch Hall nach langer und kontroverser Diskussion beschlossen, das Haller Globe Theater durch einen Neubau zu ersetzen. Damit investieren die Stadt und die Freilichtspiele Schwäbisch Hall e.V. in die Zukunftsfähigkeit der Festspiele. Der Neubau verspricht eine ganzjährige Nutzbarkeit für die verschiedensten kulturellen und gesellschaftlichen Veranstaltungen. Die Kosten des Neubaus sind mit rund 5,2 Millionen Euro veranschlagt. Der Entwurf, der vom Städtischen Hochbauamt stammt, soll bis zur Saison 2018 umgesetzt werden. Ab Herbst 2016 wird mit dem Abbau des Haller Globe Theaters begonnen. Eine Sanierung des Haller Globes wurde aus technischen, künstlerischen und vor allem wirtschaftlichen Gründen verworfen. Mit dem Entschluss eines Neubaus setzt die Stadt Schwäbisch Hall eine eindrucksvolles Zeichen für die Entwicklung hin zu einer Kulturstadt.


Intendant Christoph Biermeier, der die Geschicke der Festspiele seit 2003 lenkt, verlässt die Freilichtspiele Schwäbisch Hall nach dieser Saison. Unter seiner Intendanz erfuhren die Freilichtspiele Schwäbisch Hall eine rasante Modernisierung, Öffnung und einen künstlerischen Aufschwung. Christoph Biermeier erweiterte die ästhetischen Grenzen des Theaters im Freien, kooperierte und koproduzierte mit verschiedensten anderen Theatern und erneuerte die Infrastruktur der zweitältesten Festspiele in Baden-Württemberg. In seine Ära fällt auch die Entscheidung der Stadt Schwäbisch Hall, einen Theaterneubau zu errichten. Mit der ganzjährigen Ausweitung des Programms, der Spielplanlinie »Zeitgenössisches Theater für ZeitgenossInnen«, der Gründung eines Jugendtheater-festivals und vielerlei theaterpädagogischer Maßnahmen, näherte er die Freilichtspiele der Programmatik eines Stadttheaters an. Besonderen Erfolg hatten seine bilderstarken Klassikerinszenierungen und musikalische Eigenproduktionen. In der Werkstatistik 2015 des Deutschen Bühnenvereins etwa findet sich »The Stairways to Heaven. Eine Revue über die 70-er und 80-er Jahre« von Coy Middlebrook, Georg Kistner und Christoph Biermeier als die zweiterfolgreichste Revue im Vergleich aller deutschen Bühnen. Nach nun mehr 13 Jahren beendet Christoph Biermeier seine Intendanz: „Die Ziele sind erreicht, das Feld bestellt, jetzt ist die Zeit gekommen, die Segel neu zu setzen!“


(Pressemitteilung der FLS vom 29.5.2016)

Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran

Abschied vom Haller Globe Theater


Dreizehn Jahre habe ich es bespielt – das famose Haller Globe Theater. Jetzt ist doch ein wenige Wehmut dabei, denn am 17.8. 2016 fiel im Haller Globe Theater der letzte Vorhang mit einer Aufführung von William Shakespeares Komödie Viel Lärm um Nichts.  In 17 Spielzeiten wurden 53 Inszenierungen gespielt, die von fast einer Viertel Million Menschen besucht worden waren. Im Jahre 2000 war diese moderne Nachbildung des Londoner Globe Theatres anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Freilichtspiele Schwäbisch Hall eingeweiht worden. Nun haben die Freilichtspiele und die Stadt Schwäbisch Hall sich entschlossen, ein neues Theater an gleicher Stelle zu bauen, das 2018 eingeweiht werden soll. Die Arbeiten für den Neubau werden im September 2016 beginnen.


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The Stairways to Heaven ist Nr. 2 in Deutschland!


Soeben erschien die Werksatistik des Deutschen Bühnenvereins und siehe da, The Stairways to Heaven, die Revue von Georg Kistner, Coy Middlebrock und mir erreichte mit 27.832 ZuschauerInnen den zweiten Platz aller deutschen Bühnen in der Kategorie Zuschauerzahlen Revue. Und das bei nur einer Inszenierung! Der Sieger -wie könnte es anders sein- Comedian Harmonists brauchte dafür vier Inszenierungen.

Und im gesamten deutschsprachigen Raum ist es immerhin noch der dritte Platz. Silber und Bronze also!


Ab dem 10.8. 2016 nochmals für acht Vorstellungen auf der Großen Treppe in Schwäbisch Hall.

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Premiere und Dernière an einem Tag


Das passiert auch selten, am selben Theater gleichzeitig Premiere und Dernière zu haben. Im Haller Globe Theater verabschiedet sich am 23. Juli nach 16 ausverkauften Vorstellungen meine Inszenierung von Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran. Und auf der Großen Treppe hat zeitgleich Jesus Christ Superstar in meiner und Sommer Ulricksons Regie Premiere. 16 weitere Vorstellungen folgen.

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Probenbeginn: Jesus Christ Superstar


Am 13.6.2016 haben die Proben für den musikalischen Klassiker auf den Treppen vor St. Michael begonnen.Premiere ist am 23. 7. 2016.


Jesus Christ ist Patrick Stanke, Judas wird gespielt von Mischa Mang, Maria Magdalena ist Femke Soatenga und als Pontius Pilatus kommt Mathias Schlung zurück nach Hall. Die musikalische Leitung hat Otto Beatus, die Choreographie und Co-Regie Sommer Ulrickson und die Ausstattung stammt von Ursina Zürcher.




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Wiederaufnahmepremiere: Tochter des Salzsieders


Das war so nicht geplant, aber der Riesenerfolg dieser Inszenierung von Ulrike Schweikerts Bestseller 2015 hat’s möglich gemacht. Und so kommt die Tochter noch einmal für acht Aufführungen zurück auf die Große Treppe und mit ihr die mehr als 200 Mitwirkenden bei diesem Bürgertheater-Großprojekt.


Premiere ist am 16. Juni 2016 auf der großen Treppe vor Sankt Michael.

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Premiere: Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran


Am 4. Juni hat meine Inszenierung von Eric-Emmanuel Schmitts modernem “Märchen” Premiere im Haller Globe Theater.

“Ich hielt es für wichtig, eine glückliche Geschichte über die Brüderlichkeit zu erzählen”.

Sagt er und recht hat er!


Der arabische Schriftzug links bedeutet übrigens imagine peace und ist eine Aktion der Künstlerin und Designerin Ayzit Bostan. Sie stellt den Schriftzug kostenlos als Download zur Verfügung, zur Verwendung für T-Shirts, Taschen, etc.:

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